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 Katastrophale Kontrollen in HHN - Ein Erfahrungsbericht

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PostSubject: Katastrophale Kontrollen in HHN - Ein Erfahrungsbericht   Tue May 19, 2009 1:53 am

Als ich am 18.05.2009 nach Bergamo aufbrach, war mir eigentlich schon im Terminal A in HHN übel geworden. Dass die Sicherheitskontrolle extrem langsam vonstatten geht, ist ja nicht neu, aber seit neuestem muss man wohl schon um 4 Uhr früh zum anstellen erscheinen.

Neuerdings sieht das so aus: Je nach Personalstärke steht eine eine unfreundliche Flughafendame da und fordert einen auf, seine Tasche, und zwar auch die Tempo-Tüchertasche, in das Gestell zu stecken, um festzustellen, ob die Größe nicht überschritten ist.

Dann gehts weiter und nach etwa 20 Metern und etwa 15 Minuten steht die nächste für Kundenkontakt ungeeignete Dame da und fordert auf, jede Tasche auf eine Waage zu legen.

Nach weiteren 10 Metern und etwa 10 Minuten stehen zwei ausgemusterte Physiktische aus irgendeinem Gymnasium da, an denen sich zwei Damen gesellen, die akribisch genau prüfen, ob man seine Ausweisdaten richtig auf die Bordkarte gedruckt hat, reißen sie dann an der vorgesehenen Stelle auseinander, tackern sie wieder zusammen und machen einen "Checked"-Stempel drauf.

Etwa 5 weitere Minuten später ist man dann durch die Sicherheitsschleuse, an der unfreundliches, rechthaberisches Personal steht, das meint es wäre das Hunsrückwunder, nur weil es den Fließbandknopf vom Röntgengerät bedienen darf.

Ich habe mir ja eingebildet, dass auch dieses Mal 15 - 20 Minuten Zeiteinplanung ausreichend sind, um diese in HHN einzigartigen Hürden zu nehmen. Aber weit gefehlt. Immerhin habe ich es geschafft einige Minunten vor Torschluss unter den letzten 5 den mäßig ausgelasteten Flieger zu besteigen.

Der eigentliche Gipfel nach meiner Ansicht betraf mich nur als Zuschauer. Im Terminal steht einen Menschenmenge, dass man kaum mehr die Geschäfte betreten kann und dann kommen auch noch schlaueste Durchsagen, dass Flieger A in 2 (!!!!!) Minuten weg ist, wenn man nicht durchkommet und Flieger B in 5 Minuten. Diese Ansage gehen natürlich voll unter. Es kam allerdings auch eine unfähige Sicherheitskraft, die in 2 Schritten Entfernung zum Röntgenapparat flüsternd die Worte ins volle Terminal hauchte, wer vorkommen soll des Zeitdrucks wegen, was auch nur der mitbakam, der unmittelbar nebendran stand. Das Ende vom Lied war, dass Leute schließlich mit der rüpelhaften Anrede "der iss zu" nicht mehr zu ihrem Flug gelassen wurden.

An dem ganzen sieht man, wie hörig der Hahn dem einzigen Großkunden Landwirtsair (Ryan) ist. Bei den Miesen zahlt er ja auch offensichtlich ganz klar nicht genug. Fakt ist jedenfalls, dass an allen Ryanair-Zielen, die ich kenne, lediglich die Box zum Gepäckgrößen-Check vorhanden ist, aber eingestaubt in der Ecke steht. Langwierige Hürden wie Waagen mitten im Weg und Riesentische, auf denen Schabernack wie mit nem Geolinieal winkelgenau (ist wirklich so!!!) die Bordkarten abzureißen und zu tackern getrieben wird, gibts auch nirgends.

WAS SOLL SOWAS?

Zahlt Ryanair das wirklich überflüssige Personal? Wahrscheinlich eher nicht. So unsinnig der Hahn-Taler ja auch war, Ryanair behauptete stets, dass die preissensiblen Kunden nicht mehr fliegen werden, wenn sie die 3 Euro Terminalgebühr latzen müssten. Selbst ist man nicht so bescheiden: Damit die Kasse stimmt, zahlt jeder ab 20. Mai 5 Euro Online-CheckIn-Gebühr pro Strecke. Nur die Special Offers wären davon ausgenommen. So läufts: Selbst daheim die Daten tippen, Papier und (sauteure) Tinte investieren und Ryanair lässt sichs bezahlen.

Fazit allerdings ist: Wenn sie das nicht ändern, bleiben auch die Leute weg. Man steht bald länger an der Sicherheitskontrolle als man fliegt bzw. geflogen wäre, denn offenbar bekommt nicht jeder seinen Flieger. Aber eine der Betroffenen war etwa 75. Die laufen ja eh nicht schnell genug die 400 Meter zum Flugzeug.

Ich empfehle Herrn O´Leary doch die Sch..ßhausgebühr einzuführen, dann esse ich vor jedem Flug kiloweise Kirsche und Pflaumen und trinke mein 5-Liter-Fass Lebertran aus, weil ich es ja nicht mitnehmen darf. Soll sich ja auch lohnen, wenn man schon dafür zahlen sollte....
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PostSubject: Re: Katastrophale Kontrollen in HHN - Ein Erfahrungsbericht   Tue May 19, 2009 5:49 am

Habe mich deswegen gestern Abend auch nochmal mit einer Mitarbeiterin unterhalten. Von dieser kam allerdings nur die plumpe Antwort, ich solle früh genug da sein, dann werde ich auch mitgenommen! Shocked
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PostSubject: Re: Katastrophale Kontrollen in HHN - Ein Erfahrungsbericht   Tue May 19, 2009 6:13 pm

Naja, also der Sicherheitscheck gestern abend in BGY durchlief ich 40 Minuten vor Abflug und war in 5 Minuten durch. Oben waren dann etwa 350 - 400 Personen, die in die drei Flieger wollten, die zu dieser Zeit abflogen. Da schafft man das ganze anscheinend, dort ist es aber nicht SraFec (Name geändert)....

Aber in FRA selbst gehts auch immer zackig weiter, auch wenn sich die Wartschlange schon deutlich bis hinter die "Zick-zack-Zone" zieht. Auch hier gibts wenig Zeitprobleme. FRA ist allerdings mein persönlicher Spitzenreiter vor allem in bezug auf reisende Frauen, die sehr häufig meinen, sie kämen auch so durch, wenn sie sämtlich Klunker anlassen, die Riesenstifeletten erst nach Diskussion ausziehen und fassweise Kosmetik und Nagelscheren in der Tasche haben. Das macht die Schlange natürlich lang. Diskussionsfreudige Gürtel-Ausziehverweigerer sind bei Männern zwar seltener, aber ihr Aufplustern hält den Laden auch auf.

In MAN hats auch kaum 5 Minuten gedauert und da mussten wieder mal die Schuhe mit ausgezogen werden. In STN das gleiche und auch in DUB. TXL und VIE hängen in der Beziehung alle ab. In SXF und MAD ist es auch immer zackig.

Auch in den USA gehts immer zackig weiter. Dort macht man allerdings auch eine Sache richtig: Die meisten Kontrolleure sind freundlich, geben aber auch freundlich die Antwort, dass man ja nicht fliegen muss, wenn man eine Diskussion beginnen will statt die Regeln, die man alle 2 Meter lesen kann, zu beachten. Das geht nämlich auch und zieht immer. Hürdenläufe wie in HHN wären wahrscheinlich im Eilverfahren von aufmüpfigen Paxen schon gerichtlich erledigt worden.

Zähflüssige und stehende Warteschlangen kenne ich nur aus HHN, vor allem aber auch in der Häufigkeit, denn es ist ja jedes Mal so.
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PostSubject: Re: Katastrophale Kontrollen in HHN - Ein Erfahrungsbericht   Today at 4:23 pm

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